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Buchweizen-Curry mit Spinat und Ofenkartoffeln

Mögt ihr Buchweizen? Oder habt ihr ihn bisher gar nicht als Zutat in Erwägung gezogen? Egal, zu welcher Seite ihr tendiert: Ich bin sicher, das heutige Rezept wird Fans und Neulinge gleichermaßen für Buchweizen begeistern. Dieses köstliche Buchweizen-Curry ist eine wohltuende, sättigende und gesunde Mahlzeit für graue Herbsttage. Vielleicht geht es euch ja ähnlich wie mir: Meistens verwende ich Buchweizen, um damit Kuchen oder Pancakes zu backen. Auch als Porridge auf dem Frühstückstisch ist Buchweizen bei mir beliebt. Doch für herzhafte Gerichte habe ich ihn bisher viel zu selten verwendet – das wird sich ab sofort ändern. Und den Anfang meiner kommenden herzhaften Buchweizenrezepte macht heute dieses goldene Buchweizen-Curry.

Curry-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, denn neben Kokosmilch stecken in diesem Gericht jede Menge tolle, wärmende Gewürze. Kurkuma, etwas Zimt und Koriander, Cayennepfeffer und Paprika – bereits beim Anrösten in der Pfanne entsteht in der Küche ein herrlicher Duft.

Buchweizen-Curry
Health benefits

Buchweizen ist ein Pseudogetreide, das nur dem Namen nach etwas mit Getreide zu tun hat. Er ist jedoch nicht im Geringsten mit Weizen verwandt, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen.

Der glutenfreie Buchweizen ist ein wahres Geschenk für unsere Gesundheit. Er enthält rund 10 % wertvolles Eiweiß und steckt voller Mineralien und Spurenelemente. Besonders hervorzuheben ist sein Gehalt an Kupfer, Phosphor und Magnesium. Punkten kann er außerdem mit einem hohen Gehalt an Vitamin B6 und Vitamin B5.

Buchweizen vorbereiten

Bevor ihr den Kochlöffel schwingt: Nur ein bisschen Geduld. Ihr solltet den Buchweizen vorab einweichen, am besten über Nacht. Das hat den Vorteil, dass die kleinen Körnchen verträglicher werden. Buchweizen enthält – wie Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreide – die sogenannte Phytinsäure. Diese Säure dient der Pflanze als Speicher für Phosphor und andere Mineralien. Somit ist die Phytinsäure wichtig für das Pflanzenwachstum. Für die Pflanze von Vorteil, für die menschliche Ernährung eher ein Nachteil. Denn die gleichzeitig aufgenommenen Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Calcium und Zink werden von der Phytinsäure in einem unlöslichen Komplex gebunden. Somit kann der Körper nicht mehr so gut auf diese Nährstoffe zugreifen.

Phytinsäure galt lange Zeit ausschließlich als fiese Nährstoffräuberin. Inzwischen wissen wir, dass sie auch positive Effekte auf unsere Gesundheit hat. Unter anderem wirkt sich Phytinsäure stabilisierend auf unseren Blutzuckerspiegel aus, indem sie die Stärkeverdauung verzögert. Phytinsäure soll auch antioxidativ wirken und vor einigen Krebsarten schützen – hieran wird noch geforscht. Ein gewisser Anteil an Phytinsäure sollte also durchaus zu einer ausgewogenen Ernährung gehören.

Wer oft und regelmäßig Lebensmittel aus den oben genannten Gruppen ist, sollte jedoch darauf achten, die enthaltene Phytinsäure zumindest etwas zu reduzieren. Eine simple und effektive Methode, das zu tun, ist das Einweichen der Zutaten. Beim Einweichen wird das Enzym Phytase aktiviert, das die Phytinsäure nach und nach abbaut. Somit landet die Phytinsäure im Einweichwasser, das ihr dann einfach wegschüttet.

So, ich hoffe, ihr seid nun bereit für dieses köstliche Buchweizen-Curry? Von der Einweichzeit des Buchweizens mal abgesehen – und da müsst ihr ja nichts weiter tun, als abzuwarten – ist die Zubereitung denkbar simpel und schnell. Die Kartoffeln backen im Ofen vor sich hin, während der Buchweizen fröhlich in Topf oder Pfanne vor sich hinköchelt. Solltet ihr Reste übrig haben, lassen sich diese problemlos ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Buchweizen-Curry mit Spinat und Ofenkartoffeln

Vorbereitung: 15 Minuten
Zubereitung: 30 Minuten
Gesamtzeit: 45 Minuten
Portionen: 4 Personen

Zutaten

  • 225 g Buchweizen (über Nacht eingeweicht und abgetropft)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 150 g Blattspinat
  • 600–650 g Kartoffeln
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 1 Tetrapack gehackte Tomaten (400 g)
  • 2 TL Kurkumapulver
  • 2 TL Meersalz
  • 2 TL Paprikapulver, geräuchert (alternativ: Paprikapulver mild)
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1–2 Prisen Cayennepfeffer
  • 1 EL Kokosöl
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Wasser

So geht es

  • Zuerst die Ofenkartoffeln zubereiten. Den Backofen auf 180° C Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.
  • Die Kartoffeln unter fließem Wasser mit einer Bürste reinigen und dann in ungefähr 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Kartoffelwürfel in eine Schüssel geben. Mit 2 EL Olivenöl, 1 TL Meersalz und 1 TL geräuchertem Paprikapulver vermengen. Dann aufs Blech geben und im Ofen 25–30 Minuten backen, bis sie innen weich und außen leicht kross sind.
  • Während die Kartoffeln im Ofen backen, das Curry zubereiten. Dazu zunächst die beiden Knoblauchzehen abziehen und fein würfeln. Den Ingwer schälen und mit einem Messer sehr fein hacken. Den Spinat waschen und trockenschleudern.
  • Nun die Gewürze vorbereiten: Dazu 2 TL Kurkuma, 1 TL Meersalz, 1 TL geräuchertes Paprikapulver, 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Koriander, 1/2 TL schwarzen Pfeffer und eine Messerspitze Cayennepfeffer in einem Schälchen vermengen. Wer es schärfer mag, kann auch etwas mehr Cayennepfeffer nehmen.
  • In einer großen Pfanne oder in einem großen Topf 1 EL Kokosöl zerlassen. Gehackte Knoblauchzehen und Ingwer in das heiße Öl geben und kurz anschwitzen – nur solange, bis der Knoblauch gerade anfängt, sich hellbraun zu verfärben. Nun alle Gewürze hinzugeben und bei mittlerer Hitze ungefähr eine halbe Minute rösten.
  • Jetzt den zuvor eingeweichten und abgetropften Buchweizen hinzugeben. Alle Zutaten gründich miteinander verrühren, so dass alle Buchweizenkörnchen gut von der Gewürzmischung ummantelt sind. Nun Kokosmilch und gehackte Tomaten in die Pfanne gießen, außerdem 100 ml Wasser angießen. Das Curry bei mittlerer Hitze ungefähr 15–20 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit der Buchweizen nicht am Boden anhängt. Nach 10 Minuten Garzeit den Blattspinat unterrühren.
  • Die Kartoffelwürfel am Ende der Backzeit aus dem Ofen holen und 3/4 der Würfel unter das Buchweizen-Curry rühren. Alles noch einmal abschmecken und ggf. nachsalzen und pfeffern. Das Curry in vier Schalen füllen und die restlichen Kartoffelwürfel darauf verteilen.

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