Goldene Milch Oatmeal

Goldene Milch Oatmeal

Selbst der längste Sommer geht einmal zu Ende. Und auch ein bis vor kurzem noch goldener Herbst muss wohl einmal enden. Das ist der Lauf der Dinge und nachdem ich neulich angesichts von Nebelschwaden irritiert aus dem Fenster sah, habe ich mir ins Gedächtnis gerufen: „Mensch, es ist November. Wenn ein Monat das Anrecht auf Nebel und einen grauen Himmel hat, dann dieser.“

Dennoch kein Grund, sich selbst ebenfalls grau und trübsinnig zu fühlen. Dankbarkeit ist wieder einmal wieder die Methode, die mir hilft und den Fokus zurechtrückt. Ich bin dankbar für den langen, sonnigen Sommer, der in unseren Breiten glücklicherweise durch Regentage hier und da abgemildert wurde. Was ich in der Vergangenheit oft als Nachteil empfunden habe – die Nähe zur Alpennordseite und somit raues Wetter – war in diesem Hitzesommer ein Vorteil. Die von den Bergen eingefangenen Wolken brachten immerhin einige Regenschauer hervor. Mit jeder Menge Dankbarkeit klappt es dieses Jahr bei mir ganz gut, nun den Nebelnovember anzunehmen. Und sogar Schönes darin zu entdecken. Heißa!

Bei dem Schönen, das sich im November finden lässt, gibt es ein paar ganz offensichtliche Dinge. An erster Stelle: Essen. Wer wie ich deftige Eintöpfe und warmes Frühstück liebt, kommt jetzt voll auf seine Kosten. Auch der Kuschelfaktor ist nicht zu vernachlässigen. Viele Decken und Kissen, Kerzenschein, dampfender Tee – der November verlangt geradezu danach, für behagliche Wohlfühlatmosphäre zu sorgen.

Vielleicht weniger offensichtlich, doch deshalb nicht weniger wichtig ist der erlaubte Rückzug. Im November darf man ganz offiziell schon ab vier Uhr Nachmittags in den Murmeltiermodus übergehen. Keine Strandbäder, keine Cafés, keine Biergärten, keine Grillabende, keine Straßenfeste. Stattdessen Ruhe und Einkehr, ganz ohne schlechtes Gewissen, man könnte draußen etwas verpassen.

Powergewürze Kurkuma, Ingwer & Zimt

Ich finde, kulinarisch verpasst man im Herbst auch nichts. Im Gegenteil. Die Nebelschwaden vorne weg, marschiert der Herbst mit Pilzen, Kohl und Kürbissen hinterher. So viele Köstlichkeiten, die jetzt auf uns einprasseln. Als ob der November uns für die frühe Dunkelheit und bitteren Temperaturstürze entschädigen wollte.

Gegen Kälte helfen nicht nur Decken, dicke Socken und derbe Strickpullis. Mit wärmenden Speisen und diversen Gewürzen kann man die innere Heizung hochdrehen. Das finde ich vor allem am Morgen wichtig, wenn ich nach einem Blick aus dem Fenster wenig motiviert bin, das warme Bett zu verlassen. Wärmende Gewürze wie Kurkuma, gemahlener Ingwer und Zimt stehen bei mir daher zurzeit im Gewürzregal in der ersten Reihe.

Zimt schmeckt nicht nur herrlich aromatisch, er wirkt zudem entspannend und beruhigend. Er enthält viele Antioxidanzien, was ihn geradezu als Erkältungsbekämpfer prädestiniert.

Ingwer ist als „Einheizer“ vermutlich den meisten bekannt. Mit seiner angenehmen Schärfe kurbelt er die Durchblutung an und sorgt im Handumdrehen für eine wohlige Wärme im Körper.

Kurkuma ist eine mit dem Ingwer verwandte Wurzel und hat zum Teil eine ganz ähnliche Wirkung auf den Körper. Auch Kurkuma wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und ist einfach wunderbar wärmend.

Wohlig-wärmendes Oatmeal

Neben diesen drei Gewürzen wandern noch etwas schwarzer Pfeffer und andere „Einheizer“ ins Oatmeal. So entsteht ein Frühstück, das von innen wärmt und einen tollen Start in den Tag verspricht. Und das selbst mich dazu bringt, an ungemütlichen Herbsttagen morgens freiwillig das Bett zu verlassen.

Das Oatmeal habt ihr in ungefähr fünf Minuten zubereitet, so dass es sich gut für Arbeitstage eignet, an denen die Zeit morgens oft knapp ist. Für das Topping eignen sich nicht nur Feigen und Brombeeren – ihr könnt auch Weintrauben, Kiwi, Banane, Schokotröpfchen, Hanfsamen, Kürbiskerne, Haselnüsse … verwenden. Die Liste der Möglichkeiten ist lang und wie so oft im Leben gilt auch hier: Erlaubt ist, was gefällt.

Knollensellerie-Salat mit Senf-Mayo-Dressing


Total Time 25 Minuten
Portionen 2

Zutaten

  • 1 Knollensellerie, groß
  • 1 säuerlicher Apfel, groß z. B. Boskop
  • 6–8 Cornichons
  • 100 ml Sojamilch
  • 70 ml Rapsöl
  • 1 TL Senf leicht gehäuft
  • 1 TL Apfelessig
  • 1/2 TL Guarkernmehl alternativ 1 TL Johannisbrotkernmehl
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 TL Salz
  • weißer Pfeffer, frisch gemahlen

So geht's

1. Für die Salatmayonnaise zunächst Sojamilch, Rapsöl, Senf, Apfelessig und Guarkernmehl in eine hohe Rührschüssel geben. Mit einem Pürierstab so lange mixen, bis die Zutaten eine cremige Mayonnaise ergeben. Dies ist nach zwei bis drei Minuten der Fall, je länger man mixt, desto fester wird die Konsistenz der Mayo.

2. Die Mayonnaise mit Ahornsirup, Salz und frisch gemahlenem weißen Pfeffer abschmecken. Bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

3. Die Sellerieknolle großzügig schälen und dann in Viertel teilen. Die Sellerviertel auf einer Gemüsereibe grob raffeln.

4. Den Apfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel ebenfalls auf der Gemüsereibe grob raffeln und zu den Sellerieraspeln geben.

5. Die Cornichons in kleine Stücke schneiden und zum geraspelten Salat geben. Zu guter Letzt die Mayonnaise unterrühren und den Salat noch einmal abschmecken, ggf. nachsalzen und mit mehr Pfeffer würzen.

 

Enjoy ❤!
Eure Bianca

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