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Schoko-Buchweizen-Kuchen mit Birne

Allenorts weihnachtet es inzwischen sehr. Weihnachtssongs im Radio. Lichterketten in den Fenstern. Bisher hat mich die Weihnachtsstimmung noch nicht erfasst. Die Deko ein allen Zimmern: weihnachtlich. Es hat für mich etwas ungemein Entspannendes, in Schachteln und Kisten zu wühlen und Weihnachtsdeko zu verteilen. Die Amaryllis in den Vasen blühen, die Kerzen flackern, die Sterne in den Fenster leuchten. Kuschelige Weihnachtsatmosphäre in allen Zimmern.

Doch die klassische Weihnachtsbäckerei kommt nicht so recht in Schwung. Falls es euch auch so geht und euch der Sinn nach einem saftigen Kuchen steht, wird euch dieser Schoko-Buchweizen-Kuchen gefallen. Er ist dank der Birne herrlich saftig und wärmende Gewürze sorgen dafür, dass er wunderbar in Weihnachtszeit passt.

Denn leider, leider – von irgendwoher weht der leichte Hauch eines schlechten Gewissens in meine Küche. Vielleicht ist es das Radio, das mir täglich „Last Christmas“ und „Jingle Bells“ entgegenschmettert. Vielleicht sind es die Plätzchendosen mit den Schlitten und Schneemännern, die in der Speisekammer vor sich einstauben?

Vielleicht ist es auch einfach meine eigene Erwartungshaltung. Das Gefühl, dass in der Vorweihnachtszeit Plätzchendosen gefüllt werden müssen. Tja. Um dem ganzen Dilemma zu entkommen, habe ich für mich beschlossen, dass ich keine Plätzchen backen muss. Ich kann und ich darf. Durch winterlich-weihnachtliche Gewürze kann man auch Muffins, Kuchen und Torten so aromatisieren, dass sie sich nahtlos in die Vorweihnachtszeit einreihen und einem die stade Zeit herrlich versüßen.

Schoko-Buchweizen-Kuchen mit Birne

Dieser Schoko-Buchweizen-Kuchen ist eine köstliche Mischung aus Herbst- und Winterkuchen. Deshalb backe ich ihn schon seit dem Herbst rauf und runter. Und er wird uns auch in der Weihnachtszeit begleiten. Die Birne sorgt für die Herbstzugehörigkeit, während Gewürze wie Zimt, Vanille und Kardmom die Brücke zum Winter schlagen.

Der Kuchen ist vollwertig und geradezu bodenständig: Ihr benötigt nicht viel Fingerspitzengefühl oder Geduld für die Zubereitung. Statt Plätzchenteig auszurollen und auszustechen, stellt ihr einen simplen Teig her, der in einer kleinen Springform in Ruhe vor sich hinbacken kann. Belohnt werdet ihr dann mit einem leckeren Kuchen, der sich für jeden Tag eignet, nicht nur zum Adventstee.

Die Basis für den Kuchen bildet mein Rezept für Buchweizenkuchen mit Kirschen. Die Rezeptur für diesen Teig habe ich etwas verändert, durch das Hinzufügen von Banane und Johannisbrotkernmehl als Bindemittel ist die Struktur besonders fein geworden.

Schoko-Buchweizen-Kuchen

Ich mahle den Buchweizen und die Nüsse für Kuchen gern selbst in meinem Hochleistungsmixer. Ihr könnt jedoch der Einfachheit halber auch fertiges Buchweizenmehl und bereits gemahlene Nüsse verwenden. Ganz so, wie es euch gefällt!

Schoko-Buchweizen-Kuchen mit Birne

Vorbereitung: 15 Minuten
Backzeit: 45 Minuten
Gesamtzeit: 1 Stunde
Portionen: 8 Stücke (Ø 16 cm Springform)

Zutaten

  • 200 g Buchweizen (alternativ: Buchweizenmehl)
  • 100 g Haselnüsse oder Mandeln (alternativ: fertig gemahlene Nüsse)
  • 3 leicht gehäufte EL Kakaopulver
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 2 Messerspitzen gemahlene Muskatnuss
  • 1 Messerspitze Ingwerpulver
  • 2 leicht gehäufte TL Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Johannisbrotkernmehl (alternativ: Guarkernmehl)
  • 1/2 reife Banane, mittelgroß
  • 80 ml mildes Öl, z. B. Rapsöl
  • 1 EL Apfelessig
  • 110 ml Ahornsirup
  • 70 ml Reis- oder Mandeldrink, ungesüßt
  • 1 reife Birne, groß
  • 2 EL Kakaonibs

So geht es

  • Den Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden oder gut einfetten.
  • Buchweizen und Nüsse im Food-Processor oder Hochleistungsmixer fein mahlen. Beides in einer Schüssel mit Kakaopulver, allen Gewürzen, Backpulver und Johannisbrotkernmehl vermengen.
  • Die Banane schälen und mit einer Gabel zerdrücken, dann zu der Buchweizenmischung geben.
  • Öl, Apfelessig, Ahornsirup sowie Reis- oder Mandeldrink in einer zweiten Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen. Die flüssigen Zutaten zur Buchweizenmischung geben und alles miteinander verrühren.
  • Die Birne schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Zusammen mit den Kakaonibs vorsichtig unter den Teig mischen.
  • Den Teig in die Springform geben und mit einem Spatel glatt streichen. Den Kuchen 45 Minuten backen. Nach der Backzeit den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Form abkühlen lassen. Genießen.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

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    Liebe Bianca,

    Dein Text löst wirklich ein Dauergrinsen bei mir aus und ich fühle mich ja sooo verstanden (dafür schon mal Danke!). Nein, ich mag auch nicht müssen und nachdem ich sehr oft genau das Gegenteil von dem mache, was gerade alle machen, backe ich ich vielleicht auch deshalb keine Plätzchen, sondern Törtchen und Donuts. 🙂 Für mich sind diese nicht weniger weihnachtlich und sie brauchen eindeutig eine bessere Lobby – dafür will ich sorgen, hihi.

    Dein Kuchen klingt köstlich und ich habe ihn direkt auf meine Backliste gesetzt, er kommt also wohl nächste Woche an die Reihe. Ich freue mich schon darauf.
    Süße Grüße
    Brigitte

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    Kirschbiene

    Huhu Brigitte,
    danke, meine Süße – was für ein schönes Gefühl, dass es dir genauso geht :-)! Das ist wirklich witzig und irgendwie beruhigend. Vor lauter Weihnachtsbackwerken sieht man zurzeit ja kaum etwas anderes. Aber ich kann auch all jene verstehen, die sich mit Feuereifer ins Plätzchenbacken stürzen – habe ich vor ein paar Jahren auch leidenschaftlich gern getan. Wer weiß, vielleicht packt mich der Weihnachtsrappel ja noch, ich lasse mich überraschen ;-).

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Backen,
    Bianca

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    Krisi

    Hallo Bianca
    Wie du ja mitbekommen hast, ist es bei mir dieses Jahr das Gegenteil. Ich bin sowas von in Weihnachtsstimmung und schon fast wieder traurig, dass es nur noch 3 Wochen sind;) Aber mir ging es dafür vor 2 Jahren so, deswegen kenne ich das Gefühl!
    Vielleicht packt dich die Lust ja doch noch plötzlich und ansonsten wieder nächstes Jahr;)
    Dein Kuchen sieht jedenfalls köstlich aus, davon hätte ich jetzt gerne ein Stückchen. Und mit den Gewürzen ist er wirklich weihnachtlich, hihi!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    Kirschbiene

    Huhu Krisi,
    ja, dass die Weihnachtszeit bald schon wieder vorbei ist, finde ich auch schade. Ich mag diese heimelige Stimmung sehr. Bloß mit Plätzchen und Lebkuchen werde ich nicht ganz warm zurzeit ;-). Liegt vielleicht auch daran, dass es so viele andere schöne Leckereien gibt? Genieße deine weihnachtliche Bäckerei, das kann ja auch echt total Spaß machen :-)!
    Liebe Grüße
    Bianca

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    Jenni

    Liebe Bianca,

    über Keks-Unlust und Kuchenbackwut haben wir uns ja schon bei Instagram unterhalten – aber ich finde es absolut gut und richtig, dass du auf dein Gefühl hörst und anstelle von Keksen solche wunderbaren Kuchen wie diesen hier backst. Genau so muss man das machen – und sich nicht von den anderen Keks-Wütigen (unter anderem mir 😉 ) aus dem Konzept bringen lassen! So langsam habe ich auch schon fast genug von Keksen und bin bereits am Überlegen, ob ich dieses Jahr noch eine Panforte backe… 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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    Kirschbiene

    Huhu Jenni,
    du bist wirklich so eine Keks-Wütige und das finde ich klasse. Es ist schön, dass wir alle so unterschiedlich ticken, da kann man sich herrliche Inspirationen holen :-). Bin gespannt, welche Backabenteuer du dir noch einfallen lässt.
    Viel Spaß und liebe Grüße
    Bianca

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