• Beitrags-Kommentare:6 Kommentare
Veganer Eggnog – cremiger „Eierpunsch“

Die Inspiration für diesen veganen Eggnog habe ich aus einem klamaukigen Weihnachtsfilm, der in den späten 80er-Jahren gedreht worden ist. Wer wie ich in der Vorweihnachtszeit gern alte Filme schaut, ahnt bestimmt, um welchen Film es sich handelt. Falls nicht, weiter unten folgt die Auflösung.

Es gibt sicherlich kaum eine Zeit im Jahr, in der ich mich mehr über kitschige oder hoffnungslos romantische Filme freue wie im Dezember. In den Wochen rund um Weihnachten lebe ich diese Leidenschaft ausgiebig aus und genieße die entspannte Atmosphäre, die sich beim Anschauen sofort einstellt. Dazu ein Glas veganer Eggnog und die Stimmung ist perfekt.

Veganer Eggnog

Meine jährlich wiederkehrenden Filmlieblinge sind übrigens diese drei:

  • „Das Wunder von Manhattan“ mit einem liebenswert-merkwürdigen Richard Attenborough als Kris Kringle, der einem kleinen Mädchen den Glauben an den Weihnachtsmann zurückgibt. Und jedes Mal, wenn die kleine Susan während der New Yorker Weihnachtsparade aus dem Fenster in Richtung Central Park schaut, bekomme ich leichte Schnappatmung angesichts dieses herrlichen Ten-Million-Dollar-Views.
  • Auch den deutschen Film „Obendrüber, da schneit es“ schaue ich gern wieder und wieder. Wotan Wilke Möring als frischgebackener Pfarrer, der vor seiner ersten Weihnachtspredigt nervös Blut und Wasser schwitzt, ist einfach sehenswert und herzerwärmend schnulzig-schön.
  • Der sicherlich klamaukigste Weihnachtsfilm aller Zeiten ist und bleibt für mich „Schöne Bescherung“ mit Chevy Chase. Doch für mich wäre die Vorweihnachtszeit einfach unvollständig, würde ich nicht wenigstens einmal der Familie Griswold bei ihrem Weihnachtsdebakel zusehen.

Und es war der Film „Schöne Bescherung“, in dem ich zum ersten Mal „Eggnog“ gesehen habe. Dieser Eierpunsch ist vor allem in den USA seit langem ein traditionalles Getränk in der Weihachtszeit. Ganz klassisch besteht es vor allem aus Sahne, Eiern, Zucker und verschiedenen Gewürzen. Ergänzt wird das Ganze mit etwas Alkohol, zum Beispiel Rum oder Whiskey.

Glücklicherweise gibt es zig Möglichkeiten, Eggnog auch in einer veganen Variante zuzubereiten. Ich habe schon mehrere ausprobiert und möchte gern mein liebstes Rezept mit euch teilen. Das Original ist aufgrund der verwendeten Eigelbe und der Sahne sehr cremig und üppig. Damit auch veganer Eggnog mit einer opulenten Cremigkeit überzeugt, kommen zwei fabelhafte Zutaten zum Einsatz: Cashewkerne und Kokosmilch.

Der Eggnog oder – wie ich ihn gern nenne – „Vegnog“ erhält vor allem durch viel frisch geriebene Muskatnuss ein pikantes Aroma, das die Süße wunderbar abrundet. Auch Ingwerpulver, Zimt und etwas Vanille landen in diesem Getränk. Dabei würde ich vorschlagen, dass ihr euch an die Menge für die einzelnen Gewürze herantastet. Ich mag den veganen Eggnog gern würzig und intensiv, doch auch die mildere Variante ist göttlich.

Veganer Eggnog

So, und nun erzählt mir bitte, dass ich mit meiner Vorliebe für bisweilen merkwürdige Weihnachtsfilme nicht allein dastehe. Habt ihr auch Lieblingsfilme, die euch in die richtige Weihnachtsstimmung versetzen? Falls ja, lasst es mich gern wissen – und darauf gebe ich euch dann einen veganen Eggnog aus! Cheers!

Veganer Eggnog – cremiger „Eierpunsch“

Zubereitung: 10 Minuten
Portionen: 3 Personen

Zutaten

  • 140 g Cashewkerne (2 Stunden in Wasser eingeweicht und abgetropft)
  • 150 ml Kokosmilch
  • 45 ml Ahornsirup
  • 475 ml ungesüßter Mandel- oder Reisdrink
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1/2 TL (frisch) gemahlene Muskatnuss
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 2 Messerspitzen gemahlene Vanille
  • ein Schuss Amaretto oder Rum (optional)

So geht es

  • Die zuvor für 2 Stunden eingeweichten Cashewkerne abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  • Die Cashewkerne mit Kokosmilch, Ahornsirup, Mandel- oder Reisdrink in den (Hochleistungs)Mixer geben und ungefähr eine Minute lang cremig mixen.
  • Die Gewürze nach und nach hinzugeben und untermixen, dabei ruhig erst mit kleineren Mengen beginnen und abschmecken.
  • Optional in jedes Glas nach Geschmack einene Schuss Rum oder Amaretto gießen und mit dem veganen Eggnog auffüllen.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. blank
    Anonym

    Liebe Kirschbiene, der Drink hört sich superlecker an. Vielen Dank für all deine tollen Rezepte. Hat dir eigentlich schonmal jemand gesagt, dass du unglaublich schön schreiben kannst? Mach weiter so. Alles Gute!

  2. blank
    Kirschbiene

    Huhu,
    vielen lieben Dank für deinen Kommentar :-). Ich freue mich sehr, dass dir meine Rezepte und meine Texte gefallen. Bei solchem Feedback macht das Bloggen gleich doppelt Spaß :-).
    Liebe Grüße
    Bianca

  3. blank
    Jenni

    Liebe Bianca,

    ich bin ganz hin und weg von diesem schönen Rezept und habe es mir gleich abgespeichert. Eine klasse Idee, so ein doch sehr unveganes Rezept zu veganisieren! Bei meiner aktuellen Vorliebe für alles, was warme und süße Getränke derzeit betrifft, bin ich hier definitiv an der richtigen Adresse. 😉

    Zu den Weihnachtsfilmen: Wir schauen gar nicht so die klassischen Weihnachtsfilme, muss ich gestehen. Manchmal hätte ich das gerne, weil das etwas Traditionelles hat, etwas, worauf man sich ein wenig das ganze Jahr über freuen kann. Aber auf der anderen Seite genießen wir auch das Abwechslungsreiche und immer wieder Neue bei der Filmauswahl – wobei wir feststellen mussten, dass wir zwar generell, besonders aber in den Wintermonaten eine Schwäche für schwedische Filme und solchen, in denen es irgendwie immer bitterkalt zu sein scheint, haben. 😉

    Liebe Grüße und hab einen schönen Wochenstart!
    Jenni

  4. blank

    Liebe Bianca,

    wenn ich Deine Gläser mit dem Hauch Zimt sehe, dann möchte ich am liebsten in den Bildschirm greifen. Ach, dieses Getränk sieht sooo toll aus, so seidig und wolkig (diese zwei Wörter muss ich hier einfach nochmals verwenden, hihi) und wenn ich mir die Zutaten anschaue, dann würde ich sagen, dass es nahezu eine Mahlzeit ersetzt, oder? 🙂

    Mein absoluter Lieblings-Weihnachtsfilm ist "Weihnachtsfieber", den ich aber leider selbst nicht mal habe und der inzwischen auch eine richtige Rarität zu sein scheint.

    Ganz liebe Grüße
    Brigitte

  5. blank
    Kirschbiene

    Huhu Jenni,
    das freut mich, dass dir das Rezept gefällt. Du solltest es unbedingt ausprobieren, selbst mein Mann – der cremig-süßen "Mädchengetränken" eher kritisch gegenübersteht – findet diesen Eggnog toll ;-).

    Vielleicht findest du ja noch Filme, die du dir irgendwann Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit ansehen magst? Das hat sich bei uns so eingeschlichen und wir freuen uns wirklich wie Kinder, wenn wir die ollen Kamellen hervorholen und eben nur in der Weihnachtszeit anschauen. Ob es dann schwedische Filme sind wie bei euch, ist ja im Grunde egal – erlaubt ist, was gefällt und einem ein gutes Gefühl beschert ;-).

    Liebe Grüße
    Bianca

  6. blank
    Kirschbiene

    Huhu Brigitte,
    ich finde die Begriffe "seidig" und "wolkig" total passend, hihi :-). Ergänzen würde ich noch "dekadent" und "opulent". Denn ja, du hast total recht: Die Zutaten verheißen in der Tat fast schon eine kleine Mahlzeit ;-).

    Den Film "Weihnachtsfieber" kenne ich gar nicht und finde solche Empfehlungen immer klasse. Schade, dass es den Film aber so selten gibt, vielleicht wird er ja irgendwann mal im Fernsehen wiederholt? Ich halte Ohren und Augen offen ;-).

    Liebe Grüße
    Bianca

Schreibe einen Kommentar

Bewertung: